NAS: XPEnology mit DS918+ als virtuelle Maschine

Auch wenn wir uns mit diesem Beitrag mal wieder aus dem Fenster lehnen und uns in einer rechtlichen Grauzone bewegen – mehr dazu in unserem erster Beitrag zu XPEnology vom 14.02.2020 – wollen wir Euch ein Update zum Einsatz von XPEnology als virtuelle Maschine geben:

Nach unseren guten Erfahrungen beim Einsatz von XPEnology als DS3615xs auf unserem „alten Hund“ (siehe HIER) hat der alte Hund eine neue Aufgabe erhalten und wir haben XPEnology mit DS918+ jetzt als virtuelle Maschine auf unserem Homeserver mit Linux Mint installiert. Damit sparen wir Hardware, Resourcen & Strom und können uns täglich mit dem DiskStation Manager von Synology und seinen Apps (hier z.B. mit Hyper Backup) befassen – wie sie bei unseren Kunden und Synology-Anwendern eingesetzt werden.

 

1. Vorteile der XPEnology als virtuelle Maschine

Die Vorteile von virtuellen Maschine sollten allgemein bekannt sein, doch wollen wir hier Verschiedenes hervorheben:

Die Daten zu der virtuellen Maschine, hier für VMware in unserem Fall mit gerade mal 15GByte, liegen in einem Ordner des Basissystems Linux Mint auf einer SSD [NVMe]. Dieser Ordner wird regelmäßig mit den Werkzeugen von Linux auf eine externe Platte gesichert. Sollte hier der Bedarf entstehen eine solche Sicherung wiederherszustellen, dann wird die virtuelle Maschine heruntergefahren – wenn sie nicht bereits beim Test abgestürzt ist – und einfach auf den letzten funktionierenden Stand zurückgesetzt. Hier nutzen wir die OpenSource-Lösung „BackInTime“, mit der wir gute Erfahrungen machen konnten.

 Ein Bericht der c’t vom Heise Verlag aus dem Jahr 2013 zu BackInTime. 

Die virtuellen Festplatten [.vmdk] liegen in unserem Fall auf separaten Festplatten [HDD / SSD], welche ebenso Extern gesichert werden. Alles sehr viel einfacher als einen echten „toten“ Rechner wieder herzustellen!

Selbst bei Angriffen aus dem Internet auf die virtuelle Maschine XPEnology mit dem Synology DiskStation Manager muss man sich keine Sorgen machen, der physische Gastgeber [Host] Linux bleibt immer intakt. Die virtuelle Maschine [Guest] verfügt über 2 virtuelle Netzwerkadapter die über eigenständige IP-Adressen verfügen, für den Internetzugriff [LAN 1] und für das interne Netzwerk [LAN 2]. Im DSM haben wir die Firewall so konfiguriert, dass die Schnittstelle zum Internet keine Zugriffe auf das interne Netzwerk zulässt.

Hier das Firewall-Profil für den Internetzugang über den virtuellen Adapter LAN 1.

Für die externe Schnittstelle [LAN 1] haben wir so ziemlich alles gesperrt, was man nicht braucht! Dazu kommen noch die Firewalls von Linux sowie dem Internetrouter, die entsprechend konfiguriert sind.

Wenn gar NIX mehr gehen sollte, dann schaltet man die virtuelle Maschine über VMware einfach aus, was man normaler Weise nicht machen soll, aber von der XPEnology bzw. dem DiskStation Manager schnell verziehen wird… und wenn nicht, dann stehen immer noch die Backups der virtuellen Maschine zur Verfügung.

Mit dem Bootloader XPEnology der aktuellen Generation läuft der DiskStation Manager [DS918+] von Synology ohne Probleme… Hier zu sehen die Systeminformationen:

Das gastgebende System, der Host, ist ein AMD Ryzen 3 2200G mit 4 Kernen, die Informationen vom DSM kommen dem basierenden System schon sehr nahe. Läuft seit einigen Wochen alles sehr stabil…

Besonders flexibel ist man bei der virtuellen Maschine bei den Einstellungen für den Arbeitsspeicher, der Anzahl der Prozessoren [Kerne] und Netzwerkadaptern. Richtig interessant wird es dann bei den virtuellen Festplatten, hier hat man im Speichermanager des DiskStation Manager 15 von 16 Steckplätzen zur Verfügung!

Die erste SATA-Disk braucht der Bootloader XPEnology, dann haben wir eine weitere SATA-Disk mit 100GB als Basis für die Einstellungen und Apps vorgesehen, die weiteren 6 SCSI-Platten mit je 500GB werden als Synology Hybrid RAID [SHR2] zu einem Speicherpool zusammengefasst.

Memory, Processors und USB Controller sind natürlich abhängig von der „echten“ Hardware des Gastgebersystems [Host].
Virtuelle SATA-Disks können hier maximal 4 eingestellt werden, die Anzahl an SCSI-Disks scheint hingegen unbegrenzt zu sein!
CD-ROM, Diskette, Display, Printer und Audio braucht diese virtuelle Maschine nicht.

Die Bilder können vergrößert werden, einfach draufklicken.

Ein besonderer Vorteil einer virtuellen Maschine besteht darin, diese einfach kopieren zu können. Dazu haben wir vor der abschließenden Einrichtung der 6 virtuellen Festplatten zum SHR2, eine Kopie der VM gemacht.

Diese VM nutzen wir jeweils in Kopien auf unseren Arbeitsrechnern um verschiedene Szenarien nachzustellen oder um Software / Hardware zu testen die mit der Synology DS918+ oder anderen DiskStations laufen soll. Im Wesentlichen werden Softwarepakete oder Einstellungen damit getestet.

Weitere Informationen zu XPEnology:

Wer sich für mehr Informationen zu XPEnology interessiert oder ein Thema dazu hat, der findet in der XPEnology Community auch eine deutschsprachige Abteilung unter: https://xpenology.com/forum/forum/5-german/

Auch sehr hilfreiche Informationen hat Sebastian@indiBit, hier zum Thema der XPEnology: https://indibit.de/xpenology-als-betriebssystem-fuer-den-heim-server-dsm-6-1-7/

7.10.2020 | DW

_Quelle Hintergrund: Johannes Plenio auf Pixabay_

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